Informationsabend Schularten

Informationsabend Schularten

Druck von den Kindern nehmen.

 

Auf großes Interesse vonseiten der Viertklässler-Eltern stieß der Informationsabend über weiterführende Schulen am Donnerstagabend an der Grundschule Laberweinting. Die Lehrkräfte Martina Beck (Grundschule St. Jakob Straubing), Christian Gansneder (Realsschule Neufahrn),  Werner Schmauser (Gymnasium Mallersdorf) und Manfred Plomer (Mittelschule Mallersdof-Pfaffenberg) gaben einen Einblick in die Bildungsangebote und die Anforderungen der einzelnen Schularten sowie die erforderlichen Notendurchschnitte.

 

Angesichts der im kommenden Mai anstehenden Entscheidung über die weitere Schullaufbahn nach Ende der Grundschule rief Schulleiter Georg Beutlhauser in seinen Einführungsworten die Eltern auf, Druck von den Kindern zu nehmen. Denn es falle damit keine Entscheidung für’s Leben, sondern nur für das nächste Schuljahr. Martina Beck, als Beratungslehrerin zuständig für die Grundschule Laberweinting, stellte zu Beginn ihrer Ausführungen heraus, dass eine Entscheidung für eine Schulart keine Sackgasse darstelle, sondern das bayerische Bildungssystem eine große Durchlässigkeit aufweise und es keinen Abschluss ohne Anschluss gebe.

 

Dann ging die Referentin auf grundsätzliche Kriterien ein, die bei der Wahl einer weiterführenden Schule – Mittelschule, Realschule oder Gymnasium – bedacht und berücksichtigt werden sollten. Da seien einmal die kognitiven Fähigkeiten wie Intelligenz, Kreativität, Gedächtnis und Fantasie des Kindes zu sehen. Auch die vorhandenen Kompetenzen im sprachlichen und mathematischen Bereich spielten eine wichtige Rolle. Mit entscheidend für eine erfolgreiche Schullaufbahn sei auch die Arbeitsweise. Arbeite ein Kind selbständig, zügig, konzentriert und pflichtbewusst müsse beachtet werden. Wichtig sei auch die Fähigkeit, problemlösend zu denken. Natürlich müssten auch entsprechende Grundkenntnisse in den Fächern vorhanden sein, die in der angestrebten Schule im Mittelpunkt stünden. Wichtig bei der Wahl der weiterführenden Schule sei auch, so die Beratungslehrerin, die Emotionalität eines Kindes. Ist es aufgeschlossen für neue Situationen, ist es misserfolgsängstlich oder erfolgszuversichtlich, verfüge es über Frustrationstoleranz und Belastbarkeit seien Aspekte, die zu berücksichtigen sind.

 

Beratungslehrer Christian Gansneder stellte anschließend den Bildungsauftrag der Realschule vor. Diese Schulform umfasst die Jahrgangsstufen 5 mit 10. Ihr Bildungsangebot richtet sich an junge Menschen, die an theoretischen Fragen interessiert sind und zugleich praktische Fähigkeiten und Neigungen haben. Sie vermittelt eine allgemeine und berufsvorbereitende Bildung. Die Realschule endet mit einer Abschlussprüfung und verleiht den Realschulabschluss, einen mittleren Schulabschluss. An der Realschule gibt es drei Ausbildungsrichtungen, die sogenannten Wahlpflichtfächergruppen. Sie setzen ab Jahrgangsstufe 7 verschiedene Schwerpunkte im Unterrichtsangebot.

 

Beratungslehrer Werner Schmauser nannte für das Gymnasium eine vertiefte Allgemeinbildung, die Befähigung für ein Studium und die Vorbereitung auf irgendeinen Beruf als wichtigste Ziele. Der gymnasiale Weg bedeute höheres Lerntempo, erfordere Transferaufgaben und arbeite nach dem Fachlehrerprinzip. Letzteres könne durchaus den Leistungsdruck individuell erhöhen, weil mündliche Leistungsnachweise häufiger werden. Durch die wesentlich höheren Anforderungen als in der Grundschule sei ein schlechteres Notenbild möglich und müsse verkraftet werden. Weil es in der 5. Klasse 31 Unterrichtstunden gebe, sei auch eine Stunde Unterricht an einem Nachmittag erforderlich. Später steige diese Zahl noch an. Zu beachten sei auch, dass bereits in der 6. Klasse mit der zweiten Fremdsprache begonnen werde. Dann ging der Referent noch auf die verschiedenen Arten von Gymnasien ein. Sie setzten unterschiedliche Schwerpunkte, etwa in den Bereichen Sprachen, Naturwissenschaft oder Musisches.

 

Rektor Manfred Plomer stellte das Bildungsangebot der Mittelschule vor. Hier seien insbesondere die praktisch veranlagten Schüler an der richtigen Stelle. Lehrplan, Fächerangebot und Unterrichtsmethoden kommen durch lebensnahes und berufsbezogenes Lernen den Interessen, Lernweisen und Begabungen der Mittelschüler entgegen und geben der Schulart ihr eigenes Profil. Sie baut auf den Säulen Berufsorientierung, Allgemeinwissen und Persönlichkeit auf und bietet passgenaue Abschlüsse für alle Schüler. Sogar ein mittlerer Bildungsabschluss (durch den M-Zug) ist möglich. Er verleiht unter anderem die Berechtigung, Berufliche Oberschulen, zum Beispiel die Fachoberschule (FOS), zu besuchen – und ist damit gegenüber dem Wirtschafts- und Realschulabschluss gleichwertig.

 

Die Referenten boten Informationsmaterial an, in denen die Profile der jeweiligen Schularten, die erforderlichen Notendurchschnitte für den Übertritt, Anmeldungs- und eventuelle Probeunterrichtstermine zusammengestellt sind. Auch der „Tag der offenen Tür“ an den verschiedenen Schulen ist darin zu finden. Weitere Informationen bieten ihre Internetplattformen.

 

Bild:

 

Die Lehrkräfte Christian Gansneder, Werner Schmauser, Georg Beutlhauser, Martina Beck und Manfred Plomer informierten die Eltern der Viertklässler über weiterführende Schulen.

 

drucken nach oben