Mit „Antolin“ ein guter Leser werden

Antolin - Siegerehrung

Grundschule zeichnete ihre besonders hungrigen Leseratten aus. 

Lesen? Nein, danke! – Ein Problem, mit dem Eltern und auch Lehrer zu kämpfen haben. Dabei ist das Verständnis für Buchstaben und ihre Bedeutung eine wichtige Fähigkeit, die Kinder eigentlich mit Begeisterung erlernen. Wenn Erstklässler damit anfangen, Überschriften oder einzelne Wörter in ihren Bilderbüchern bewusst zu verstehen und sich die Welt der Buchstaben selbst erschließen können, beginnt der Zauber des Lesens. Das Online-Portal „Antolin“ ist sich dieser Faszination, aber auch der aktuellen Trends bewusst und versucht deshalb mit seinem Konzept der Lesemotivation von Kindern auf die Sprünge zu helfen. In der Grundschule Laberweinting wird es seit vielen Jahren genutzt. Am Mittwochvormittag wurden „besonders hungrige Leseratten“ mit Urkunden ausgezeichnet.

„Antolin“ verbindet deswegen das klassische Lesen von Büchern mit einer technischen Komponente – der Anziehungskraft von Computern. Da die Begeisterung für digitale Technik bei Kindern in der heutigen Zeit besonders hoch ausgeprägt ist, versucht „Antolin“ diese Interessensbasis mit dem klassischen Lesen zu verknüpfen. Das heißt, Schüler können, nachdem sie einen Text oder eine Geschichte gelesen haben, ihr inhaltliches Verständnis überprüfen, indem sie zum Text entsprechende Quizfragen auf der Internetseite von „Antolin“ beantworten. Sie erhalten dafür – je nach Richtigkeit der Antworten und nach Schwierigkeitsgrad des gelesenen Buches Punkte. Dadurch fördert „Antolin“ die Kinder auf ihrem Weg zum eigenständigen Lesen und in der Entwicklung der eigenen Leseidentität.

Außerdem dient es der sinnvollen Differenzierung und verbindet das Lernen in der Schule mit dem Lesen am Nachmittag. Weil die Lehrkräfte Zugang zu den Daten der Schülerinnen und Schüler haben, erhalten sie aussagekräftige Informationen über Textverständnis und zur Leseleistung, geben so Aufschluss über die Entwicklung der individuellen Lesebiografie und machen etwaige Defizite deutlich. Dadurch entsteht eine optimale Wissensgrundlage für die gezielte Leseförderung im Unterricht. Das Portal weist eine vielfältige Auswahl an Kinder- und Jugendliteratur auf: von klassischen Kinderbüchern bis hin zur Neuerscheinung werden alle Interessenbereiche abgedeckt, auch Bücher in anderen Sprachen, beispielsweise für den Englisch- oder Französischunterricht stehen zur Verfügung.

An der Laberweintinger Grundschule wird „Antolin“ seit vielen Jahren in den Klassen zwei bis vier zur Leseförderung eingesetzt. Die Teilnahme ist aber freiwillig. Zum Ende des Schuljahres wurden nun die eifrigsten Nutzer mit Urkunden ausgezeichnet. Insgesamt 23 Kinder dabei kamen über die von der Schule festgelegte Mindestzahl von 1000 Punkten. Eifrigste Leserin der Zweitklässler war Johanna Bräu mit 3699 Punkten und 162 gelesenen Büchern. Als weitere sehr fleißige Nutzer erhielten Nevio Inkoferer (2555), Regina Beck (2523), Leo Beck (2334), Dominik Seeholzer (1682), Katharina Eschlbeck (1550), Luisa Eisenschink (1387), Heidi Roider (1350) und Simon Knoll (1049) eine Urkunde. 

153 Bücher hat die Drittklässlerin Magdalena Heim im vergangenen Schuljahr „verschlungen“ und dafür 5053 Punkte gutgeschrieben bekommen. Die nachfolgenden Plätze belegten Philipp Rohrmeier (4990), Sophie Sigl (4701 Punkte bei 181 gelesenen Büchern), Mischelle Rother (1632), Florian Winderl (1499), Tamara Hecht (1369) und Fiona Kremser (1207). Als „hungrigste Leseratte“ bei den Viertklässlern erwies sich Sophie Korber mit großartigen 5097 Punkten und 120 gelesenen Büchern. Sophia Kraus (4658), Juliane Rogl (4136), Elina Kumpfmüller (2193), Emma Neumeier (2118), Judith Halbritter (1847) und Emily Heinrich (1770) folgten auf den nächsten Plätzen. Die Klassenbesten bekamen zusätzlich zur Urkunde jeweils noch einen Büchergutschein für neues „Lesefutter“ überreicht.

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