Als Chef im Cockpit der Grundschule sichtbare Spuren hinterlassen

Verabschiedung H. Beutlhauser - seine Klasse

Schulklassen und Lehrer boten ihrem scheidenden Rektor Georg Beutlhauser ein unterhaltsames Rahmenprogramm

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Rektor Georg Beutlhauser mit buntem Programm beim Sommerfest der Grundschule verabschiedet – Susanne Zellmeier stellte sich als Nachfolgerin vor. Im Rahmen einer Feierstunde vor dem traditionellen Sommerfest verabschiedete die gesamte Schulfamilie der Grundschule Laberweinting Rektor Georg Beutlhauser in den verdienten Vorruhestand. Dabei wurde das Wirken und die Persönlichkeit des Schulleiters und Pädagogen entsprechend gewürdigt und deutlich gemacht, dass man ihn gerne weiter im Kommandostand der Schule gehabt hätte. Für ein unterhaltsames Rahmenprogramm sorgten das Lehrerkollegium, die einzelnen Klassen und der Elternbeirat der Schule.

Mit dem schwungvoll vorgetragenem Begrüßungslied „Ich will euch begrüßen“ eröffneten die Schüler der 1. Klasse die Feierstunde zur Verabschiedung von Rektor Georg Beutlhauser, an der Bürgermeister Hans Grau, sein Amtsvorgänger Xaver Eggl, Rektor Manfred Plomer von der Grund- und Mittelschule Mallersdorf-Pfaffenberg, ehemalige Lehrkräfte der Schule und eine große Schar von Eltern teilnahmen. Lehrerin Cordula Botzler-Neumann richtete an die große Schulfamilie herzliche Begrüßungsworte, ehe die Klassensprecher der verschiedenen Klassen die Aktionen des sich anschließenden Sommerfestes vorstellten. Werbung dafür machte auch der Schulchor mit ihrer Leiterin Carolin Greß mit seinem mitreißend vorgetragenem Lied „Wir feiern heute Sommerfest“.

Kollegiales Engagement und Vorbild

Als Sachaufwandsträger der Schule bediente sich Bürgermeister Hans Grau eines geflügelten Wortes von Wilhelm Busch zur Einleitung seiner offiziellen Abschiedsrede an Georg Beutlhauser: „Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden“, wobei er offen ließ, ob dies die Schulgemeinde sei, die auf einen erfahrenen Pädagogen und Fachmann, oder aber der Rektor selbst es sein werde, da er in Zukunft ohne seine Lehrerkollegium und seine Schülerschar auskommen müsse. „Mit Herrn Rektor Beutlhauser geht ein Mann, der an dieser Schule sichtbare Spuren hinterlässt, es geht einer, der sich fachlich und insbesondere eines menschlich guten Andenkens gewiss sein kann“, sprach der Bürgermeister vielen Anwesenden aus der Seele. Als Chef im Cockpit der Grundschule habe Georg Beutlhuser verschiedene Arbeitsgemeinschaften wie Schulgarten, Computer AG, Schülerzeitung geleitet oder erstmals ein schulisches Schachturnier organisiert. „Sie haben von Anfang an mit einem persönlich gestalteten Führungsstil den Betrieb dieser Schule beeinflusst, mitgestaltet und anschaulich vorgelebt. In dem Bewusstsein, dass eine Schule immer auch ein Aushängeschild einer Gemeinde und genauso auch ein Blick in die Zukunft unserer Gesellschaft ist, haben sie als Schulleiter Verantwortung getragen für das Wohl unserer Kinder, ihre Bildung und Erziehung,“ bestätigte Bürgermeister Grau dem scheidenden Rektor. Er dankte ihm im Namen der Gemeinde für seine stets gezeigte Einsatzfreude, seine Gradlinigkeit und seinen Idealismus, besonders auch für die gute Zusammenarbeit.

„Rocking Socks“

Unter diesem Titel wünschten die Schülerinnen und Schüler mit ihren selbstgebastelten Handpuppen ihrem scheidenden Rektor, dass seine künfiigen Wege nur „On the sunny side of the street“ verlaufen mögen. Ihre Lehrerin, Julia Hammerschmied, bedankte sich im Namen des gesamten Kollegiums bei Rektor Beutlhauser dafür, dass er sein ganzes Lehrerleben lang nicht nur seinen Schülern sondern auch seinen Kollegen Wissen und Können mit auf ihren weiteren Weg gegeben habe. „Auch das Zwischenmenschliche kam bei dir nicht zu kurz und du hast dich stets um das Wohl deiner Mitmenschen bemüht, damit sie und wir für unseren weiteren Weg gut gerüstet sind“, bestätigte sie ihrem Chef. Als zuverlässigen Begleiter auf seinem neuen Weg überreichte sie ihm im Namen des Kollegiums einen großen Rucksack mit vielen Leckereien und Süßigkeiten zur Entspannung, leckeren Rezeptem und interessanten Ausflugszielen, vor allem aber mit vielen guten Wünsche für eine gesunde und erfüllte Ruhestandszeit.

Mit Freude aber auch Wehmut

Zu Beginn seiner eigenen Abschiedsrede bekannte Rektor Beutlhauser, dass er bei seinem Eintritt in den Ruhestand einerseits Freude aber auch Wehmut empfinde. Freude deshalb, weil er jetzt gewisse Lasten und Pflichten abstreifen könne, Wehmut aber, wenn er an die vielen Klassen und vor allem Schüler denke, die ihm ans Herz gewachsen sind, an viele schöne und humorvolle Momente im Klassenzimmer, an viele bleibende Erinnerungen im Zusammensein mit Eltern und Kollegen. 1980 war in Regensburg seine erste Lehramtsprüfung, 1983 seine zweite an der Hauptschule in Pfaffenberg, seine ersten Lehrerjahre erlebte er im Regierungsbezirk Schwaben mit erheblichen Verständigungsschwierigkeiten, da er von dem „urschwäbischen Dialekt“ nur wenige Worte verstand. Nach seiner Verehelichung gelang ihm die Rückkehr an die Stadtschule St. Jakob in Straubing, wo er 11 Jahre überwiegend an der Hauptschule, später auch an der Grundschule unterrichtete. Im Jahr 2000 konnte er an die damalige Grund- und Teilhauptschule in Laberweinting wechseln, wo ihm 2014 die Aufgabe des Schulleiters übertragen wurde.

Dankesworte

Einen großen Dank richtete er an alle Schülerinnen und Schüler, die ihm viel zurückgegeben, an alle Eltern, die sich für die Schule engagiert und Verständnis bei schwierigen Entscheidungen aufgebracht haben, an alle Kolleginnen und Kollegen sowie an die Mitglieder des Elternbeirates für ihren Einsatz für die Schule, in dem Bewusstsein, „je besser das Team, desto besser die Schule“. Sein Dank galt der Gemeinde Laberweinting, dem Bürgermeister und den Verantwortlichen in der Verwaltung für die tatkräftige und vor allem finanzielle Unterstützung. Er bedankte sich ebenso bei seiner Sekretärin, dem Hausmeister, der Erzieherin von der Mittagsbetreuung sowie den Damen vom Reinigungspersonal, ehe er seiner Nachfolgerin, Susanne Zellmeier, bisher Konrektorin an der Grund- und Mittelschule Rain, die Möglichkeit gab, sich kurz persönlich bei der gesamten Schulfamilie vorzustellen. Den Schlusspunkt der Verabschiedung setzten die zwei Vertreterinnen des Elternbeirates, Monika Kirschner und Daniela Scheuerer, mit in Gedichtform gestalteten Dankesworten und der Überreichung einer Schultüte, prall gefüllt mit allem, was einem zukünftigen Ruheständler Freude bereiten könne.

 

                                       

 

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Bürgermeister Hans Grau würdigte

das verdienstvolle Wirken von

Rektor Georg Beutlhauser

 

 

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Die Sprecherinnen des Elternbeirates

überreichten eine prall gefüllte Schultüte

 

Nun konnte der zweite Teil des Vormittags, das bestens von Lehrern, Elternbeirat und Schülern vorbereitete Schulfest, beginnen. Viele Workshops in den einzelnen Klassenzimmern, Verpflegungsstände im und vor dem Schulgebäude luden die Eltern und Angehörigen der Schüler zum Mitmachen, Probieren und Shoppen ein. Höhepunkt war neben der Geselligkeit und der Unterhaltung im weiten Rund des Pausenhofes das obligatorische Fußballspiel Schüler gegen Lehrer und Väter.

 

 

 

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